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Der Bezirk

Als Tor nach Brandenburg wird Marzahn-Hellersdorf gern bezeichnet, liegt doch der Bezirk unmittelbar an der nordöstlichen Peripherie Berlins und zugleich nur etwa 12 Kilometer von der Mitte der Stadt entfernt. Hauptverkehrsstraßen gewährleisten kurze Wege sowohl in die Berliner Innenstadt als auch in das Berliner Umland und zur Autobahn.

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Auch der Nahverkehr steht dem nicht nach: Über mehrere S- und U-Bahnstrecken sowie eine Vielzahl von Omnibus- und Straßenbahnlinien hält der Bezirk Verbindung mit allen Teilen der Stadt und dem Berliner Umland. Somit sind sowohl die Gewerbegebiete Marzahn-Hellersdorfs als auch die Naturschönheiten und Erholungsgebiete des Umlands für die Bewohner bequem zu erreichen.

Angesichts der Rolle Berlins als wichtiger Absatzmarkt und Arbeitsort sowie als Lieferant von Waren und Dienstleistungen im Ballungsraum Berlin/Brandenburg besitzt Marzahn-Hellersdorf allein schon durch seine territoriale Lage wichtige Standortvorteile.

Es stehen hier ca. 267 Hektar Industrie- und Gewerbeflächen für die wirtschaftliche Nutzung zur Verfügung. Das entspricht 4,4 Prozent der Bezirksfläche. Marzahn-Hellersdorf hat also günstige Ansiedlungsbedingungen. Und es kommen weitere interessante Merkmale hinzu.

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Das bereits 1300 erstmals urkundlich erwähnte Dorf Marzahn wurde am 5. Januar 1979 zu einem der jüngsten Bezirke der Stadt Berlin. Mit einer Fläche von 6.136 Hektar nimmt Marzahn-Hellersdorf 6,88 Prozent der Berliner Gesamtfläche ein. Hier leben mit ca. 264.000 Einwohnern nahezu 8 Prozent der Berliner Bevölkerung. Ein sehr junger Bezirk ist Marzahn-Hellersdorf allerdings nicht nur aus historischer Sicht. Das Durchschnittsalter seiner Einwohner zählt erst 37 Jahre. Als besondere Standortgunst erweist sich das hochmotivierte Arbeitskräftepotential. Neun von zehn Einwohnern im arbeitsfähigen Alter besitzen einen Facharbeiter-, Fach- oder Hochschulabschluss.

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Geprägt wird Marzahn-Hellersdorfs Bild vom größten zusammenhängenden Neubaugebiet Deutschlands - und doch lebt der Bezirk von seinen Kontrasten. Neben weiträumigen Arealen in Großplattenbauweise finden sich historische Ortskerne und typische Einfamilienhaussiedlungen. Noch bevor die Neubauten saniert wurden, zog es viele Familien in die Siedlungsgebiete von Biesdorf, Kaulsdorf und Mahlsdorf. Mittlerweile hat sich dieses Bild wieder gelegt und es ziehen wieder vermehrt Menschen in die neugestalteten und modernisierten Häuser der Großsiedlung.

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Gegenüber dem Gesamtberliner Durchschnitt (38 Einwohner pro Hektar) erscheint Marzahn-Hellersdorf relativ dicht besiedelt. Hier leben etwa 43 Einwohner je Hektar. Zugleich sind ca. 1246 Hektar Grün- und Erholungsfläche vorhanden, das entspricht etwa einem Fünftel des Gesamtterritoriums. Für Marzahn-Hellersdorf als Wirtschaftsstandort mit Zukunft sprechen somit die Möglichkeiten der engen Verquickung von Arbeiten, Leben und Wohnen ebenso wie eine hervorragende Infrastruktur.

Natürlich hat Marzahn-Hellersdorf auch kulturell einiges zu bieten. Neben zahlreichen Museen und Ausstellungsräumen, wie z.B. das Bezirksmuseum Marzahn, die Bockwindmühle im Dorf Marzahn, das Gründerzeitmuseum im Gutshaus Mahlsdorf, Galerie M, das Schloss Biesdorf, das Ausstellungszentrum Pyramide, Galerie HO und das Kunsthaus Flora, gibt es auch einige Konzertsäle und Kinos. Erst vor kurzem entstand das neue Freizeitzentrum Le Prom an der Landsberger Allee in Marzahn, das neben dem Cinestar Hellersdorf auch viele Menschen aus Brandenburg und anderen Berliner Bezirken anlockt. Einen weiteren Kernpunkt der Kultur in Marzahn-Hellersdorf bildet das Freizeitforum und eine Vielzahl an Theatern, wie das Theater am Park, das weite Theater oder Die Kiste.

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Marzahn-Hellersdorf - Wirtschaftsstandort mit Gegenwart und Zukunft

Mit seinem die Infrastrukturentwicklung bestimmenden Zentrenkonzept, seinem Gewerbeflächenpotential, seinen sozio-kulturellen Entwicklungsmöglichkeiten, seiner jungen qualifizierten Bevölkerung, seinem Gewerbebestand, seiner technischen Infrastruktur - und nicht zuletzt wegen seinem Kaufkraftpotential - erfüllt Marzahn-Hellersdorf alle Kriterien eines modernen Wirtschaftsstandortes.

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Deshalb setzt die bezirkliche Wirtschaftspolitik auf:
  • die Entwicklung einer hohen Komplexität der gewerblichen Infrastruktur,
  • die Ausprägung urbaner Lebensqualität in den Wohngebieten durch attraktive Einzelhandels-, Dienstleistungs- und Freizeitangebote,
  • die Bestandssicherung und Neuansiedlung von Produktionsunternehmen, produktionsnahen Dienstleistern, Handwerks- und handwerksähnlichen Betrieben,
  • die forcierte Existenzgründung von Gewerbebetrieben in marktfähigen Bereichen,
  • die Modernisierung und Sanierung im Plattenbau sowie
  • die Realisierung neuer Wohnstandorte.

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Gemeinsam mit dem Berliner Senat werden im Bezirk die Rahmenbedingungen geschaffen. So verzeichnet der Bezirk seit 1991 einen kontinuierlichen Anstieg des Gewerbebestandes mit hohen Wachstumsraten vor allem im Handwerk und dem Einzelhandel. Zu den größten Unternehmen im Bezirk gehören die Knorr Bremse Berlin, die Kraftwerksanlagenbau AG, die Fahrzeugausrüstung Berlin GmbH, und die Harry-Brot GmbH. Renommierte Betriebe der Baubranche ließen sich ebenso nieder wie eine Vielzahl von Klein- und Mittelbetrieben, die in den großen Gewerbeparks ihren Firmensitz fanden. Der gemeinsame Gestaltungswille der Kommune und der Wirtschaft kommt in regelmäßigen Gesprächsrunden zum Ausdruck.

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Architektonische Akzente im Stadtbild sind durch attraktive Wohnungsbauprojekte gesetzt worden. Gegenwärtig beginnen die Bauvorhaben im Entwicklungsgebiet Biesdorf Süd. Das Bauvorhaben am Landsberger Tor ist bereits abgeschlossen. Es bestehen beste Voraussetzungen eine Einheit von Arbeiten, Leben und Wohnen in der Region auszubauen. Damit wächst Marzahn-Hellersdorf im Rahmen einer polyzentralen Stadtentwicklung Berlins als ein wirtschaftlich interessantes, bezirkliches Zentrum heran.

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