Über 30.000 Menschen pendeln aus dem Brandenburger Umland durch Marzahn-Hellersdorf tagtäglich nach Berlin. Viele müssen dafür weiter den PKW nutzen. Zeitgleich wird die ohnehin schon schlechtere Versorgung bei der

Bus- und Bahntaktung im Zuge der Corona-Maßnahmen in den Randbezirken besonders stark eingeschränkt.

Doch damit nicht genug: Nun wird ohne Absprache mit den Nachbarbezirken eine Spur auf der Frankfurter Allee gesperrt, um einen kurzen provisorischen Radweg temporär einzurichten, obwohl dort Radverkehrsanlagen bestehen. Damit wird der Verkehr auf einer der wichtigsten Einfallstraßen in die Innenstadt enorm behindert und die Marzahn-Hellersdorfer werden endgültig allein gelassen mit der Frage, wie sie zur Arbeit kommen sollen.

Im Gegensatz zu Gebieten innerhalb des S-Bahnringes garantiert die BVG derzeit auf Zubringerlinien im Bezirk Marzahn-Hellersdorf lediglich einen 20-Minutentakt. Der 5-Minutentakt auf der U 5 im Berufsverkehr bis Hönow ist gestrichen.

Der Errichtung von P+R-Plätzen gemeinsam mit Brandenburg erteilt der Senat eine Absage und auch die Forderung der CDU, den AB-Tarifbereich zu erweitern, wird links liegen gelassen.

Die nun getroffene Maßnahme der Radspur zeigt klar: Für den Senat endet die Stadt am S-Bahn-Ring. Die Bewohner außerhalb werden damit de facto ausgesperrt, da ihnen keinerlei Alternativen geboten werden.

Mario Czaja/ Christian Gräff/ Alexander J. Herrmann: „Bereits vor Corona wurden die Randbezirke von der Verkehrspolitik des Senats abgehängt. Die nun ergriffenen Maßnahmen mit Auswirkungen auf Lichtenberg und Marzahn-Hellersdorf ohne jegliche Absprache sind vor den aktuellen Rahmenbedingungen untragbar.“

Pressemitteilung CDU Wuhleta
Senat plant Fahrradspur auf der B1/5

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.