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Kiezmacher auf Klausur in Hennigsdorf

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Allgemein, Fraktion

Am vergangenen Wochenende haben wir uns mit dem Kiezmacher-Team der CDU Wuhletal zu einer zweitägigen Klausurtagung im brandenburgischen Hennigsdorf zurückgezogen. 

Es zählt bei uns zum guten Brauch, dass wir uns in regelmäßigen Abständen auch Zeit fürs Teambuilding nehmen. Das gibt uns den dringend nötigen Raum für Gespräche über interne Abläufe und einen Best Practice Austausch sowie die Abstimmung zu unseren wichtigsten Kernthemen.

Zum Anfang gab es eine große Menge an Input. Großartige Fachvorträge zu den aktuellen Themen stellen sicher, dass wir alle auf dem gleichen Stand sind. Unsere Bezirksbürgermeisterin Nadja Zivkovic berichtete persönlich über den aktuellen Marzahn-Hellersdorfer Bezirkshaushalt 2024/2025 und die Verkehrsvorhaben in der Region.

Im Anschluss ging es dann mit den bezirklichen Schulthemen weiter. Unser Schulstadtrat Stefan Bley und Dr. Torsten Kühne, Staatssekretär für Schulbau und Schuldigitalisierung, fassten die aktuellen Entwicklungen im Kontext des Schulneubaus und der Schulsanierung zusammen.

Auch unsere Bezirksstadträtin für Stadtentwicklung, Heike Wessoly, hatte gleich mehrere Vortragsthemen im Gepäck. Sie informierte uns über den aktuellen Planungsstand des neuen Freibades bzw. Kombibades in Marzahn-Hellersdorf. Außerdem gab sie einen Überblick zu den Schwerpunkten der bezirklichen Stadtentwicklung.

Zum Ausklang des ersten Abends wurde für ausreichend Bewegung gesorgt. In einer nahegelegenen Kegelhalle wurde nämlich alles andere als eine ruhige Kugel geschoben dafür aber umso mehr gelacht. 

Als ganz besonderes Highlight hatten wir am Samstag die großartige Gelegenheit für einen Firmenbesuch bei der Firma Alstom in Hennigsdorf. Alstom hat Anfang 2021 das Unternehmen Bombardier übernommen und sitzt daher mit einem seiner Produktionsstandorte auf dem ehemaligen Bombardier-Gelände in Hennigsdorf. Ich freue mich sehr, dass sogar der DACH-Präsident von Alstom, Müslüm Yakisan, die Werksführung begleitete. Es waren sehr interessante Einblicke in hochmoderne Unternehmensabläufe. Man konnte die sehr gute zwischenmenschliche Chemie des Teams vor Ort deutlich spüren.

Im Anschluss blieben wir dem Verkehrsthema noch einmal treu und freuten uns über einen Besuch von Rainer Genilke (CDU), Staatssekretär im Ministerium für Infrastruktur und Landesplanung des Landes Brandenburg. Auch sein Vortrag über die Brandenburger Verkehrs- und Infrastrukturthemen war eine große Bereicherung. Insbesondere für uns als Außenbezirk gibt es am nordöstlichen Stadtrand gleich mehrere gemeinsame Themen. Eine sehr gute Gelegenheit, um sich auch hier gegenseitig noch einmal upzudaten.

Mit neuen Impulsen sind wir nun längst wieder zurück in der Arbeit für Marzahn-Hellersdorf auf Bundes-, Landes- und Bezirksebene.

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Die Wärmewende geht nur mit den Bürgern!

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Allgemein, Veranstaltungen

Die Wärmewende geht nur mit den Bürgern!

Voll war der Saal bei unserem Kiezmacher-Dialog zum Thema „Öl- und Gasheizungen – Womit müssen Hausbesitzer bald rechnen?“. Kein Wunder, das Thema brennt vielen unter den Nägeln.

Mit Andreas Jung haben wir einen absoluten Experten auf diesem Gebiet im Bezirk begrüßen dürfen. Er ist stellvertretender Vorsitzender der CDU Deutschlands und klima- und energiepolitischer Sprecher unserer CDU/CSU-Bundestagsfraktion. Dazu konnten wir erneut Jutta Gurkmann vom Verbraucherzentrale Bundesverband begrüßen. 

Es gab leider viel mehr Anmeldungen als der Platz erlaubte, daher wird es eine Fortsetzungs-/Zusatzveranstaltung geben und ich möchte auch hier noch einmal ausführlich zu der Veranstaltung berichten:

Eines hat sich wie ein roter Faden durch unsere Dialog-Veranstaltung gezogen: Die Menschen sind aufgrund der Pläne der Bundesregierung zum Austausch von Öl- und Gasheizungen sehr verunsichert – was nicht zuletzt der schlechten Kommunikation von Scholz, Habeck und Co. geschuldet ist. Deswegen war es uns wichtig, im Rahmen der Veranstaltung zunächs die Regelungen des Gesetzesentwurfs nach jetzigem Stand vorzustellen. Zentral sind dabei unter anderem:

 

    • Ab Januar 2024 sollen neue Heizungen nur noch eingebaut werden dürfen, wenn sie mindestens 65 Prozent erneuerbare Energien nutzen. Ab 2045 sollen Heizungen dann gar nicht mehr mit fossilen Brennstoffen betrieben werden.
    • Bestehende (und funktionstüchtige) Heizungen können über 2024 hinaus weiter genutzt werden, defekte Heizungen können repariert werden. Allerdings gilt weiterhin die Pflicht, dass eine Heizung nach 30 Jahren im Betrieb ausgetauscht werden muss.
    • Heizungen, die nach 2024 kaputt gehen und nicht mehr zu reparieren sind, können durch eine Öl- und Gasheizung ersetzt werden. Allerdings muss diese neue Heizung nach spätestens drei Jahren so umgerüstet werden, dass sie die 65 Prozent-Marke an erneuerbaren Energien erreicht.
    • Hausbesitzer, die über 80 Jahre alt sind, werden von den oben genannten Regelungen ausgenommen. Die Vorgaben greifen erst dann, wenn das Haus verkauft oder vererbt wird.
    • Theoretisch soll es keine Vorgabe geben, welches neue Heizsystem zur Erreichung der 65-Prozent-Mindestvorgabe dann eingebaut wird.
    • Es soll Förderprogramme und Härtefallregelungen zur Unterstützung von Verbrauchern geben.

Wer den Gesetzesentwurf im Detail liest, wird feststellen, dass er viele unkonkrete Ankündigungen enthält, was – so wurde auch auf der Veranstaltung deutlich – viele betroffene Eigentümer und Mieter ratlos zurücklässt. Die immer wiederkehrenden Fragen: „Was sollen wir denn nun genau tun? Welche Optionen gibt es?“

Andreas Jung hat noch einmal deutlich darauf hingewiesen, dass die Bundesregierung zwar Technologieoffenheit predigt, de facto aber einseitig auf die Wärmepumpe setzt – der Weg  in die energiepolitische Sackgasse. Wir brauchen neben der Wärmepumpe die ganze Breite klimafreundlicher Lösungen – von Wasserstoff über Holzpellets bis zu Wärmenetzen. Für diese Alternativen schraubt die Regierung die Anforderungen nahezu unerfüllbar hoch. Die Wärmewende wird aber nur zum Erfolg, wenn für jedes Haus die individuell beste Lösung ermöglicht wird und bei der Umsetzung keine finanziellen Überforderungen entstehen.

Für Millionen Menschen in Deutschland ist weiter unklar, welche Vorgaben und Kosten schon im nächsten Jahr auf sie zukommen werden. Und auf die Finanzierung der versprochenen Unterstützung konnte sie sich immer noch nicht einigen. Im Gegenteil: Neueste Berechnungen deuten sogar darauf hin, dass die Kosten für die Umsetzung des Gebäudeenergiegesetzes bis zu 5-Mal teurer werden könnten, als das von Robert Habeck und seinem Ministerium öffentlich mitgeteilt wird.

Der Fachkräfte- und Materialmangel sorgt zusätzlich für die Frage, wie das Handwerk die zu erwartende Auftragswelle zum Einbau von Wärmepumpen und anderen Heizsystemen überhaupt „stemmen“ soll.

Wir haben bei unserem Kiezmacher-Dialog deutlich gemacht: Es wäre besser gewesen, die Umstellung der privaten Haushalte auf klimaschonende Heizungen so zu belassen, wie dies von der vergangenen Bundesregierung beschlossen worden war: Mit einer angemessenen Förderung der privaten Haushalte und festem Vertrauen in die Wirkungsmechanismen der gerade in dieser Woche ebenfalls beschlossenen europäischen Regelungen für die zukünftige Bepreisung von CO2–Emissionen.

Unser Fazit aus dem Dialog:

Soll die notwendige Wärmewende gelingen, müssen die Bürger eingebunden und in ihrer aktuellen Situation „abgeholt  werden“. Ein Heizungstausch mit der Brechstange schafft nur Verunsicherung, Frustration und Effekte, die dem eigentlichen Anliegen zuwider laufen. Habecks Wirtschafts- und Klimaschutzministerium muss hier (mal wieder) deutlich nachbessern, das sahen auch die Menschen aus unserem Bezirk so.

Die große Resonanz und die Vielzahl an Anmeldungen zur Veranstaltung haben uns gezeigt, wie groß der Informations- und Redebedarf zum Thema „Austausch von Öl- und Gasheizungen“ ist. Deswegen planen wir derzeit eine zweite, diesmal digitale Informationsveranstaltung, die wahrscheinlich im Mai stattfinden wird. Gern informieren Sie wir Sie darüber in unseren Newslettern und auf weiteren Informationskanälen.

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